


PAL
1987–2000
S-VHS (Super VHS) ist eine verbesserte Version des VHS-Standards, die für Videoaufnahmen im Verbraucherbereich entwickelt wurde.
Das Format wurde im April 1987 in Japan von der Victor Company (JVC) eingeführt. Auch andere Hersteller brachten im selben Jahr ihre ersten S-VHS-Videorecorder auf den Markt. S-VHS verwendet, wie VHS, ein Farbuntermodulationsverfahren.
Die wichtigste Verbesserung ist die Erhöhung der Helligkeitsbandbreite, wodurch die Bilddetails verbessert werden.
Die Luminanzträgerfrequenz wurde von 3,4 MHz auf 5,4 MHz erhöht, wodurch die Bandbreite vergrößert wurde. Während VHS Modulationsfrequenzen von 3,8 MHz (Synchronisation) bis 4,8 MHz (Weißpunkt) nutzte, verwendet S-VHS 5,4 MHz (Synchronisation) und 7,4 MHz (Weißpunkt). Dies führte zu einer um etwa 60 % verbesserten Bildschärfe mit 420 horizontalen Zeilen im Vergleich zu den 240 Zeilen von VHS.
Im Bereich der Audioaufzeichnung behielt S-VHS die traditionellen linearen (Basisband-) und Hi-Fi-(AFM-)Audiospuren bei.
Einige professionelle S-VHS-Recorder waren zusätzlich zu den Video- und analogen Audiospuren auch in der Lage, digitales PCM-Audio (Stereo, 48 kHz) aufzuzeichnen.
S-VHS-Videorecorder und -Kassetten sind in Aussehen und Funktion nahezu identisch mit VHS und abwärtskompatibel: S-VHS-Geräte können auch VHS-Kassetten abspielen. Ältere VHS-Recorder können jedoch keine S-VHS-Aufnahmen wiedergeben, aber in VHS-Qualität auf S-VHS-Kassetten aufnehmen. Einige spätere VHS-Recorder unterstützten die SQPB-Funktion (Super Quasi Playback), die die Wiedergabe von S-VHS-Aufnahmen ermöglichte, allerdings nur in VHS-Qualität.
Dies war besonders nützlich für die Wiedergabe von Aufnahmen von S-VHS-C-Kameras, die Kassetten in voller Größe oder Kompaktkassetten verwendeten.
