


PAL & NTSC
2001–2016
MPEG IMX ist eine Weiterentwicklung des Digital Betacam-Formats aus dem Jahr 2001. Die digitale Videokomprimierung verwendet die H.262/MPEG-2 Part 2-Codierung mit höheren Bitraten als Betacam SX: 30 Mbit/s (6:1-Komprimierung), 40 Mbit/s (4:1-Komprimierung) oder 50 Mbit/s (3,3:1-Komprimierung).
Im Gegensatz zu den meisten MPEG-2-Codierungen verwendet IMX Intraframe-Kompression. Außerdem haben im IMX-System alle Einzelbilder die gleiche Größe, um die Aufzeichnung auf Videoband zu vereinfachen.
Videoaufnahmen im IMX-Format entsprechen den Spezifikationen des CCIR-601-Standards und verfügen über acht Audiokanäle und Timecode. Im Gegensatz zu Digital Betacam besitzt es keine analoge Audiospur (Cue-Spur), jedoch kann einer der Audiokanäle als Cue-Spur verwendet werden. Dieses Format wurde in SMPTE 365M und SMPTE 356M als „MPEG-D10-Streaming“ standardisiert.
Mit dem IMX-Videorecorder führte Sony neue Technologien wie SDTI und e-VTR ein. SDTI ermöglicht die Übertragung von Audio, Video, Timecode und Steuerfunktionen über ein einziges Koaxialkabel, während die e-VTR-Technologie die Übertragung derselben Daten über IP via Ethernet-Schnittstelle vom Videorecorder selbst ermöglicht.
Alle IMX-Videorecorder können auch Betacam SX-Bänder abspielen, aber nur auf IMX-Kassetten aufnehmen.
Einige Modelle, wie beispielsweise der MSW-M2000P/1, können sowohl digitale Betacam- als auch analoge Betacam- und Betacam-SP-Bänder abspielen.
Im 525/60-System können maximal 60 Minuten auf S-Bändern und 184 Minuten auf L-Bändern aufgezeichnet werden.
Im 625/50-Format können auf einer 184-Minuten-Kassette 220 Minuten aufgezeichnet werden. Die Systeme MPEG IMX und Betacam SX wurden als kostengünstigere Alternativen zum Digitbeta-Format entwickelt.
Das Format wurde 2016 eingestellt.
