


PAL & NTSC
1986–2001
1986 entwickelte Sony ein neues professionelles analoges Videobandformat: Betacam SP (häufig als Beta SP bezeichnet). Es erhöhte die horizontale Auflösung auf 340 Zeilen und war der Nachfolger des ursprünglichen Betacam-Formats.
Während die Qualitätsverbesserung des Bandformats minimal war, war die Entwicklung von Videorecordern enorm. Dies betraf Qualität, Funktionen und insbesondere die neue, größere Kassette mit ihrer 90-minütigen Aufnahmezeit. Betacam SP – Superior Performance – wurde bis Ende der 1990er-Jahre zum Industriestandard für die meisten Fernsehsender und gehobenen Produktionsfirmen.
Trotz seines Alters blieb Betacam SP bis in die 2010er Jahre der gängige Standard für professionelle Videografie.
Die Aufnahmezeit ist bei Betacam SP und Betacam gleich: Die S-Kassette hat eine Kapazität von 30 Minuten, die L-Kassette von 90 Minuten. Die Bandgeschwindigkeit ist bei Videorecordern im PAL-Format (625/50) etwas geringer als bei solchen im NTSC-Format (525/60). Daher ergeben sich auf einer 90-Minuten-Kassette 108 Minuten Videomaterial.
Betacam SP erzielt seine „überlegene Leistung“ gegenüber Betacam durch die Verwendung eines aus Metall gefertigten Bandes anstelle des Eisenoxidbandes von Betacam.
Sony hat den Betacam SP-Standard so konzipiert, dass er teilweise abwärtskompatibel mit Betacam ist, sodass Betacam-Bänder auf Betacam SP-Videorecordern abgespielt werden können.
Bei Verwendung von Betacam SP-Bändern in Betacam- und Betamax-Rekordern verschleißen die darin enthaltenen Videoköpfe vorzeitig, da sie aus einem weicheren Material bestehen als die Köpfe in Standard-Betacam-SP-Geräten, die für Metallbänder ausgelegt waren.
Allerdings können Betacam SP-Kassetten problemlos in ED Beta-Videorecordern verwendet werden, da das ED Beta-Format ebenfalls ein Metallband verwendet.
Es war jahrelang Industriestandard, bis es im Jahr 2001 eingestellt wurde.
